Otfried Preußlers Kinderbuch-Verfilmung „Die Kleine Hexe“ Kinostart 1. Februar 2018

Lange habe ich mich schon darauf gefreut und jetzt kommt der Film endlich – „Die kleine Hexe“ – Otfried Preußlers Kinderbuchverfilmung startet am 1. Februar 2018 in unseren Kinos! Wir waren auf der Premiere in München und haben Karoline Herfurth (die kleine Hexe), Momo Beier & Luis Vorbach (Vroni & Thomas) zu einem Interview getroffen und durften uns den Film schon vorher ansehen. Es war einfach toll und hat wirklich Spaß gemacht! Sowohl das Treffen mit Karoline und den beiden Kids, als auch der Film.

Deutsche Film- und Medienbewertung. FBW "Prädikat besonders wertvoll"

Der Film wurde schon mit dem „Prädikat besonders wertvoll“ ausgezeichnet

 

Freut euch mit „Der kleinen Hexe“ auf einen ganz tollen Familienfilm, der unserer Meinung nach in Zukunft sicherlich zu den Klassikern der deutschen Kinderfilme gehören wird.

Die Kleine Hexe

Die kleine Hexe hat ein großes Problem: Sie ist erst 127 Jahre alt und damit eigentlich noch viel zu jung, um mit den anderen Hexen in der Walpurgisnacht auf dem Blocksberg zu tanzen. Deshalb schleicht sie sich heimlich auf das wichtigste aller Hexenfeste – und fliegt auf! Zur Strafe muss sie innerhalb eines Jahres alle Zaubersprüche aus dem großen magischen Buch auswendig lernen und allen zeigen, dass sie eine gute Hexe ist. Doch Fleiß und Ehrgeiz sind nicht wirklich ihre Stärken und obendrein versucht die böse Hexe Rumpumpel mit allen Mitteln zu verhindern, dass sie es schafft. Zusammen mit ihrem sprechenden Raben Abraxas macht sich die kleine Hexe deshalb auf, um die wahre Bedeutung einer guten Hexe herauszufinden. Und stellt damit die gesamte Hexenwelt auf die Probe…

Hintergrund zur Geschichte

Seit ihrem Erscheinen vor 60 Jahren begeistert Otfried Preußlers „Die kleine Hexe“ Generationen von Kindern. Die niedliche Geschichte über die aufgeweckte und liebenswürdige kleine Hexe gehört heute zu den meistgelesenen Kinderbüchern auf der ganzen Welt und in 47 Sprachen übersetzt sowie als Hörspiel und für das Theater adaptiert.

In der ersten Realverfilmung des gleichnamigen Kinderbuchklassikers erweckt Karoline Herfurth (bekannt aus „Fack Ju Göhte“) nun eine der berühmtesten Literaturfiguren zu neuem Leben. Unter der Regie von Michael Schaerer spielt sie die kleine, aufmüpfige junge Hexe, die auf der Suche nach Gut und Böse die ganze Hexenwelt auf den Kopf stellt. Als Wetterhexe Rumpumpel, ihre Gegenspielerin, wird Suzanne von Borsody (bekannt aus „Hanni und Nanni“ 1-3) zu sehen sein. Produziert wurde „Die kleine Hexe“ von Uli Putz und Jakob Claussen, die mit „Krabat“ und „Das kleine Gespenst“ bereits sehr erfolgreich Romanvorlagen von Otfried Preußler verfilmt haben und mit der preisgekrönten Verfilmung von „Heidi“ im vergangenen Winter über 1,2 Millionen Zuschauer in Deutschland begeistern konnten.

„Die kleine Hexe“ ist neben dem Räuber Hotzenplotz Otfried Preußlers wohl bekannteste Kinderbuchfigur. Das Buch erscheint im Thienemann Verlag Stuttgart. Es gibt allerdings jetzt auch ein Filmbuch zu „Die kleine Hexe“!


Unsere Meinung

Ich weiß nicht mehr wie oft ich „Die kleine Hexe“ gelesen habe, aber es war mehrmals. Ebenso wie die Kinderbücher „Der kleine Wassermann“, „Das kleine Gespenst“ und besonders „Der Räuber Hotzenplotz“ – alle von Otfried Preußler – gehört dieses Kinderbuch zu meiner Kindheit. Sie sind unvergessen und haben einen wesentlichen Teil meiner Kindheit ausgemacht. Als ich eigene Kinder bekam, las ich auch ihnen aus diesen Büchern vor, ließ sie später selbst die Bücher lesen und wir gingen ins Kinder-Theater, wenn eines dieser Stücke aufgeführt wurde. Ich glaube, das sagt viel darüber aus, wie sehr mich diese Geschichten beeindruckt haben. Otfried Preußlers Kinderbuch „Die kleine Hexe“ feierte im letzten Jahr sein 60-jähriges Jubiläum und wurde schon in 47 Sprachen übersetzt.

Der Film schafft es den Zuschauer mit seinen wunderschönen Bildern, den liebevoll gestalteten Sets und eindrucksvollen Charakteren, ganz und gar in die Geschichte eintauchen zu lassen. Was sofort ins Auge fällt, ist die Qualität des ganzen, besonders die wirklich gut umgesetzten Tricks bei den Zaubereien, denn man hat weitestgehend auf Computeranimation verzichtet. Beim Fliegen auf dem Besen wurde allerdings Green Screen genutzt. Wo bei unseren deutschen Märchen- und Kinderfilmen sonst immer gespart wird, hat man hier Zeit, Aufwand und Kosten der Wichtigkeit des Projekts angepasst. Es war den Filmemachern sehr wichtig diese Voraussetzungen zu erfüllen, besonders, da es sich um ein Stück Literaturgeschichte handelt. Schön, dass man sich einig war, die zur Verfügung stehenden Mittel mit diesen Prioritäten einzusetzen.

Die Rollen sind perfekt besetzt, was auch für die Sprechrolle das Raben Abraxas gilt, der von Axel Prahl gesprochen wird. Karoline Herfurth ist die perfekte Besetzung für die kleine Hexe, die sie mit und aus voller Überzeugung spielt. Es macht großen Spaß ihr zuzusehen, wie sie in ihrer Rolle aufgeht und man zweifelt keine Sekunde daran, dass sie diese kleine Hexe ist. Bei der Maske und den Kostümen wurde ebenfalls mit viel Liebe zum Detail gearbeitet. Bei Karoline war „etwas weniger mehr“, bei den anderen Hexen, wie beispielsweise Rumpumpel (Suzanne von Borsody), der Oberhexe (Therese Affolter) oder der Nebelhexe (Eveline Hall), waren die Maske und Kostüme sehr aufwendig. Suzanne von Borsody verriet, dass sie täglich 3 Stunden in der Maske verbrachte, bis sie aussah wie Hexe Rumpumpel.

Es wird die Geschichte aus dem Buch erzählt und man hat sich sehr an der Vorlage orientiert. Was macht eine „gute“ Hexe aus. Was versteht die kleine Hexe darunter, was die anderen Hexen? Die kleine Hexe möchte nämlich eine richtig gute Hexe werden. Dies ist auch immer wieder Thema zwischen ihr und dem Raben Abraxas, der sie auch mal zurecht weist oder ihr Dinge sagt, die sie gar nicht hören möchte. Bei den Begegnungen mit den Menschen, darf sie sich weder als Hexe zu erkennen geben, noch vor ihnen hexen. Doch sie möchte damit immer nur helfen. Sie merkt schnell, dass es nicht einfach ist und nicht immer alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Und als sie begreift, dass das, was die alten Hexen von ihr verlangen, nämlich eine richtig gute böse Hexe zu sein, genau das Gegenteil von dem ist, was sie darunter versteht, trifft sie die für sich einzig richtige Entscheidung.

Alles in allem hat mich „Die kleine Hexe“ an die schönen tschechischen Märchenfilme und Serien wie „Die Märchenbraut“ oder „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ (den ich bis heute jedes Jahr zu Weihnachten wieder schaue) aus meiner Kinderzeit erinnert. Man vergisst die Zeit und kann in die Geschichte eintauchen. Der Film ist lustig und unterhaltsam, mit tollen Zaubersprüchen und witzigen Missgeschicken. Es ist manchmal unheimlich, aber nie zu sehr, doch genug, um die bösen Hexen auch als solche wahrzunehmen. Es ist spannend, da die kleine Hexe immer auf der Hut sein muss vor der gemeinen Rumpumpel, welche sie nur zu gerne bei den anderen Hexen anschwärzen würde. Und er ist berührend.

Für mich eine ganz klare Empfehlung für Kinder ab dem Vorschulalter (je nach Entwicklung) und Eltern, die gerne eine wunderschöne Buchverfilmung sehen und sich für eine kurze Zeit von der Märchenwelt verzaubern lassen möchten.

Wir wünschen euch viel Spaß im Kino!!!

Eure Kiddynauten

(c) Filmfotos: Studiocanal

Infos

Regie: Michael Schaerer
Drehbuch: Matthias Pacht
Kamera: Matthias Fleischer
Produktion: Claussen+Putz Filmproduktion
FSK: Ab 0 Jahre
Lauflänge: 109 Min.
Verleih: STUDIOCANAL

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